Zusammenleben - Zusammensein - Gemeinschaft leben - Einander ergänzen - Eins sein

Zuerst einmal schöne Worte, glaubhafte Begriffe. Wie sieht es aber damit in Zeiten des angeordneten Abstandhaltens aus? Wie kann spürbare Gemeinschaft in Krisen durch Ansteckungsgefahr gelebt werden? Freilich, Menschen in direkten Beziehungen, wie Paare und Familien, brauchen sich zu diesen Fragen kaum Gedanken machen. Vielmehr geht es um Menschen in Interessens-, Gesinnungs- und nicht zuletzt in Glaubensgemeinschaften. Diese sind nicht nur kollegial oder aufgabenbedingt in Verbindung, sondern aus freier Entscheidung, als Gruppe um eine einheitliche Mitte oder unterwegs auf ein gemeinsames Ziel hin, zusammen.

Ist physische Nähe durch eine vermehrt geistige ersetzbar? „Wir wissen einander, dass es uns gibt. Wir sind medial miteinander verbunden und können uns gegenseitig immer kontaktieren.“, so kann real eine Feststellung zwischen Mitgliedern einer Gruppe mit bestimmten Aufgaben lauten. Würden dies auch zwei sich Liebende einander zusprechen, ohne Wehmut und Mangelgefühl? Sie sind doch wohl eher bestimmt durch das, was Liebe ausmacht, nämlich wirklich zusammen zu sein und sich hautnah zu spüren.

Es gibt also offensichtlich Beziehungs- und Gemeinschaftsstränge, die über das rein Machbare und Planbare hinausreichen, die eine Eigendynamik besitzen, die nicht ohne negative Folgen vernachlässigt oder gar unterbunden werden können. Es mag eine kurze Zeit funktionieren, nicht aber auf eine unabsehbare Dauer. Wie in einer Paarbeziehung, werden ebenso Glieder um eine zentrale Sinn- und Wesensmitte, die auf lange Zeit zwanghaft distanziert werden, physisch und psychisch krank. Als Nachgeborener des letzten Weltkrieges habe ich mehrere Schilderungen von derartigen brisanten Begebenheiten in meinem Umfeld gehört.

Die gegenwärtige große Frage bleibt: Woher bekommen die unter uns Leidenden die Kraft, die Zeit der Entbehrung durchzustehen, zu überleben? Mein Versuch einer Antwort dazu: Ich bin überzeugt, eine wirklich haltgebende Mitte, die von Gemeinschaftstreuen verinnerlicht wurde und wird, trägt weiter, auch über angeordnete Distanzen von außen.

Den im christlichen Glauben Verankerten kann ein Schlüsselsatz aus der Bibel Halt und Zuversicht verleihen: „Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!“ (Lk24,36)

Zum Bild: Auch für Ameisen ist spürbare Nähe lebenswichtig

Alois Sattlecker

​Manchmal sieht es aus, als ginge um uns die Sonne unter

ES KÖNNTE SEIN.....

​MENSCH BEDENKE

​Jedes Meer hat ein Ufer

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