Wege zur Selbstversorgung

Handwerk als spiritueller Weg

„Bei der Handarbeit trete ich in Beziehung zur Materie, zum Kosmos. In der Zusammenarbeit gehe ich eine Beziehung zum Nächsten ein. Dabei sollte die Arbeit immer so strukturiert sein, dass ich dabei in Kontakt mit meinem göttlichen Urgrund treten kann. Dann wird die Arbeit zum Gebet, wird schaffender Ausdruck meiner Liebe zur Welt und zur Gemeinschaft.“

So formuliert Bruder Axel OSBCam (Camaldulenserabtei Camaldoli, Italien) das Geheimnis der handwerklichen Tätigkeit. Kreativität, Handarbeit und Spiritualität gehören untrennbar zusammen. Warum?

Sind wir schöpferisch tätig und geben uns der Wahrnehmung von Kunst und Handwerk vollkommen hin, können wir uns vom Göttlichen berühren lassen. Wir sind dann mit Gottes Geist und seiner Schöpferkraft verbunden. Unser Tun wird Gebet, und das ist es, was wir als „Flow“ bezeichnen. Es ist der Zustand, in dem der Verstand Ruhe gibt und der Mensch sich von seinem intuitiven Energiestrom aus Ideen, Inspirationen und Visionen mitreißen lässt. Wir erleben Begeisterung und Erfüllung und fühlen uns beseelt im Hier und Jetzt. Ganz bei sich verweilend, kommt der Mensch Gott als Urgrund nahe.


20.07. - 23.07.19

Klostergarten: Erntetage 1​

„Im Garten wächst mehr, als man ausgesät hat.“
(aus England)

Die Früchte unserer Aussaat – Gemüse aus dem Nutzgarten – dürfen wir nun ernten und verarbeiten. Dabei lernen die Teilnehmer die verschiedenen Möglichkeiten der Haltbarmachung kennen – von scharf bis süß oder sauer, gekocht, roh oder fermentiert. Ebenso ernten und verarbeiten wir Wildgemüse.

14.09. - 17.09.19

Klostergarten: Erntetage 2​

Der September ist Erntezeit von Obst aus dem Klostergarten: Äpfel, Birnen, Mirabellen, Zwetschgen oder die wilde Kornelkirsche. Alles, was unten liegt oder erntereif ist, wird gemeinsam aufgelesen und in der Klosterküche zu leckeren Genussmitteln wie Marmeladen, Kompott, Saft oder Sirup verarbeitet. Darüber hinaus stellen wir ein Kräuterpesto her und verkosten es anschließend gemeinsam.

01.11. - 03.11.19

Werken im Kloster​

Bekannte treffen und Neues kennenlernen: Wer Spaß daran hat, mit den Händen tatkräftig zu gestalten und zu werken, ist an diesem Wochenende im Kloster Maihingen richtig. Wir arbeiten gemeinsam in Haus und Garten, wo alle sich mit ihren Fähigkeiten einbringen können und praktizieren einen Lebensstil der Einfachheit, Verbundenheit und Achtsamkeit. Zeit für Besinnliches, Kreatives sowie für gute Gespräche ist ausreichend vorhanden.

08.11. - 09.11.19

Brot - Backen und Teilen als Ausdruck christlicher Gemeinschaft​

„Ich bin das Brot des Lebens“ – Brot ist ein Symbol für Gottes Güte und Fürsorge, es dient zu weit mehr, als nur den körperlichen Hunger zu stillen. Für uns Europäer ist Brot Lebensgrundlage und es mit Freunden oder Fremden am Tisch zu teilen, ist ein Zeichen von Gastfreundschaft. Gutes Brot aus Mehl, Wasser, Salz und Sauerteig braucht Zeit. Das traditionelle Brotbacken ist echtes Handwerk und das absolute Gegenteil von moderner, entfremdeter Arbeit. Die Teilnehmer verwenden zum Brotbacken naturbelassene Rohstoffe, weitgehend in Bioqualität und völlig ohne Zusatz- und Hilfsstoffe. Gebacken im Holzofen, wird das Brot zur lebensspendenden Nahrung.